Telefoninterview mit dem Personalentscheider

Vorbereitung auf das telefonische Gespräch mit dem Personaler

Immer mehr Unternehmen integrieren das Telefoninterview mit dem Bewerber als Vorstufe zum persönlichen Vorstellungsgespräch und eigenständiges Element im Auswahlverfahren. Für Personalentscheider bedeutet die Vorauswahl über die Leitung vor allem Zeit- und Kostenersparnis. Doch auch Bewerbern bietet es Vorteile und stellt eine weitere Chance dar, sich für das nachfolgende Bewerbungsverfahren zu qualifizieren.

Gleichzeitig birgt es aber auch gewisse Risiken. Oft unterschätzen Kandidaten den Ernst der Sache und bereiten sich gar nicht oder nicht gut genug für das Gespräch vor. Ein folgenschwerer Fehler, denn ein Telefoninterview mit dem Personalverantwortlichen bedarf einer mindestens genauso guten und intensiven Vorbereitung wie ein persönliches Gespräch. Ingenieur-ID.de zeigt Ihnen wie Sie sich am besten vorbereiten können und was Sie unbedingt beachten müssen.

Der Termin steht fest!

Üblicherweise wird für das telefonische Gespräch im Vorfeld ein fester Termin vereinbart. Bis zu diesem ist eine mindestens genau so gewissenhafte und sorgfältige Vorbereitung wichtig wie für das persönliche Vorstellungsgespräch. Sofern Sie sich um eine Stelle im Ausland bewerben und der Personaler entsprechend aus dem Ausland anrufen wird, dann beachten Sie unbedingt die mögliche Zeitverschiebung. Schlägt der Personaler den Termin vor, so wird er sich gewiss auf seine Ortszeit beziehen, auf einen Hinweis zur Zeitverschiebung kann er bewusst verzichten.

Andere Atmosphäre, aber gleicher Stellenwert

Schaffen Sie sich eine dem persönlichen Gespräch ähnelnde Atmosphäre. Ziehen Sie sich in einen Raum zurück, in dem Sie von niemandem gestört und nicht abgelenkt werden. Achten Sie, dass keine Geräuschkulisse Ihr Telefonat stört und konzentrieren Sie sich allein auf das Gespräch mit dem Personaler.

Sofern es Ihrem Selbstbewusstsein schmeichelt und der Situation mehr Ernsthaftigkeit verleiht, können Sie sich entsprechend fein kleiden. Denn ein Anzug im Vergleich zum Pyjama kann durchaus den Unterschied in Ihrer Selbstpräsentation, die Sie am Telefon vermitteln, ausmachen.

Nehmen Sie während des Gesprächs eine aufrechte Haltung ein, das verbessert Ihre Atmung und gibt Ihnen eine festere und überzeugendere Stimme.

Mit Spickzetteln versorgen

Ein großer Vorteil von einem telefonischen Interview ist, dass Sie sich unbemerkt mit Spickzetteln versorgen können und so Notizen und andere Hilfestellungen vor sich liegen haben können, ohne, dass Ihr Gesprächspartner das direkt mitbekommt.

Das kann Ihnen helfen stets den Leitfaden im Blick zu behalten, schneller auf Fragen zu reagieren und wichtige Punkte, die Sie ansprechen möchten, nicht zu vergessen.

Schreiben Sie sich die wichtigsten Argumente auf, die Sie bei Bedarf vorbringen wollen, wie warum Sie für die Stelle geeignet sind und wie Sie sich selbst einschätzen. Notieren Sie sich auch Fragen, die Sie dem Personaler zur ausgeschriebenen Stelle, dem Unternehmen oder weiteren Verlauf stellen möchten.Verwenden Sie bei allen Notizen am besten nur Stichpunkte, damit Sie nicht dazu verleitet werden, starr abzulesen.

Legen Sie auch Ihren Lebenslauf vor sich auf den Tisch, denn der Personaler wird es mit Sicherheit auch vor sich liegen haben.

Gesprächsverlauf – Gespräch gut, alles gut!

Während in vielen Branchen das Telefoninterview immer nach dem gleichen Schema abläuft und in manchen Fällen sogar von einem beauftragten Callcenter durchgeführt wird, verlaufen die Telefoninterviews in Ingenieurdienstleistungsunternehmen meistens eher individuell ab. So individuell der Bewerber und sein Lebenslauf sein kann, so einzigartig kann sich auch das Gespräch entwickeln und verlaufen. Wichtig ist, dass Sie während des gesamten Gesprächs sachlich und freundlich bleiben.

In den meisten Fällen geht es dem Personalentscheider darum, via Leitung den Bewerber besser kennenzulernen, seine Motivation und seine Fähigkeit der Selbstpräsentation bewerten und einschätzen zu können, und Fragen zum Lebenslauf oder dem weiteren Verlauf gemeinsam zu klären.

Sofern für die Stelle Fremdsprachkenntnisse von besonderer Bedeutung sind, kann das Gespräch in die jeweilige Fremdsprache übergehen. Daher im Lebenslauf Ihre Fremdsprachfähigkeiten unbedingt realistisch und ehrlich einschätzen und angeben. Mit einer Lüge helfen Sie sich hier nicht weiter, denn Sie fliegt früher oder später garantiert auf. Sofern es relevant ist, können Sie auch direkt Ihre Notizen und Argumente zweisprachig formulieren, um im Gespräch nicht zu stolpern und zügiger antworten zu können.

Haben Sie den Mut auch selbst Fragen zu stellen. So können Sie bereits vor dem persönlichen Gespräch erste, interne Eindrücke gewinnen. Nutzen Sie unbedingt diese Gelegenheit und klären Sie mit dem Personaler Ihre offenen Fragen.

Notieren Sie umgekehrt auch das, was der Personaler Ihnen sagt. So können Sie im Nachhinein das Gespräch selbst Revue passieren lassen und Ihre eigene Bilanz ziehen.

Sofern das Gespräch gut verläuft, wird es ebenfalls dazu dienen, den weiteren organisatorischen Verlauf mit Ihnen zu klären und z.B. einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch oder die Teilnahme am Assessement Center zu vereinbaren. Daher sollten Sie unbedingt Schreibutensilien einsatzbereit halten.

Nicht auf der Leitung stehen

Unterschätzen Sie den Ernst der Sache nicht und bereiten Sie sich gut für das telefonische Gespräch vor. Recherche über das Unternehmen, etwas Übung in Ihrer Selbstpräsentation und Vorbereitung auf mögliche und vorhersehbare Fragen, bringen Sie garantiert in den nächsten Schritt Ihrer Bewerbungsphase.

Auf welche Fragen Sie sich unbedingt vorbereiten müssen, können Sie in unserem Beitrag: „Typische Fragen im Vorstellungsgespräch“ nachlesen.

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