Rudolf Diesel

"Ich kann mich täuschen, aber ich habe Vertrauen zu der Sache" Rudolf Diesel




Rudolf Diesel wurde am 18. März des Jahres 1858 in Paris geboren. Als sehr begabter Schüler und Ingenieur glänzte er stets mit Bestleistungen.
Mit seiner entwickelten und nach ihm benannten Verbrennungskraftmaschine, dem Dieselmotor, feierte Rudolf Diesel seinen Siegeszug.

Trotz vieler Rückschläge und Hindernisse in der Entwicklungsphase, hielt Rudolf Diesel an seiner Idee und seinem Vorhaben fest. Sein ungebrochenes „Vertrauen zu der Sache“ wurde belohnt, bis heute ist der Dieselmotor aus der Welt der Technik nicht wegzudenken.

Rudolf Diesels Kindheit

Rudolf Christian Karl Diesel wurde als Sohn eines Buchbinders in Paris geboren, der zuvor der Liebe wegen von Augsburg nach Paris gezogen war. So geschah es, dass Rudolf Diesel bis 1870 seine Kindheit in Frankreich verbrachte. Nach dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1970 war die Familie gezwungen das Land zu verlassen und zog nach London.

Von hieraus schickten die Eltern ihren begabten Sohn nach Deutschland, um ihm eine gute schulische Ausbildung zu ermöglichen. In Augsburg, der Geburtsstadt seines Vaters, angekommen, wurde Diesel in die Familie seines Onkels, einem Lehrer, aufgenommen und betreut.

Nach seinem Schulabschluss begann Rudolf Diesel die Ausbildung an der Augsburger Industrieschule. Seine stets anhaltenden Bestleistungen brachten ihm ein Stipendium und ermöglichten damit die Aufnahme des Studiums an der Technischen Hochschule in München.

Inspiration und Diesels Idee

Schon während seiner Zeit an der Augsburger Industrieschule wurde Rudolf Diesel für seine späteren Arbeiten und seine Entwicklungsidee inspiriert. Bei einem in der Schule durchgeführten Experiment, bei dem durch Verdichtung von Luft in einem Zylinder ein Docht entzündet wurde, kam ihm wohl die Idee zum Bau einer idealen Wärmekraftmaschine, die durch Verdichtung reiner Luft einen Kraftstoff entzünden sollte.

Während seines Studiums an der Technischen Hochschule in München, bei dem er unter anderem Vorlesungen bei Carl von Linde hörte, konnte er schließlich das nötige Fachwissen und erste Erfahrungen für sein Vorhaben sammeln.

Entwicklung des Dieselmotors

Nach seinem Studiumabschluss arbeitete er zunächst bei der Lindeschen Eisfabrik in Paris, wo er an der Entwicklung von Kälte- und Eismaschinen wirkte. Im Auftrag der Firma siedelt er schließlich nach Berlin um.

Während dieser Zeit hielt Diesel an seiner Idee eine Wärmekraftmaschine zu entwickeln weiter fest und entwickelte diese fort. Obwohl viele die praktische Umsetzung einer idealen Wärmekraftmaschine angezweifelt haben, gelang es Diesel mit seinen Entwicklungsplänen Sponsoren und Überzeuger zu finden. So schloss er mit Heinrich von Buz, dem Generaldirektor der Maschinenfabrik Augsburg, der späteren MAN AG, einen Vertrag zum Bau einer Versuchsmaschine.

Nach mehreren Versuchen, vielen Rückschlägen und Hindernissen in der Entwicklung gelang ihm schließlich, unter finanzieller Beteiligung der Friedrich Krupp Firma, die Entwicklung eines Verbrennungsmotors, der auch nach ihm benannt wurde. Das erste funktionsfähige Modell des Dieselmotors wies einen Wirkungsgrad von 0,26 auf, im Vergleich dazu hatten Dampfmaschinen dieser Zeit einen Wirkungsgrad von nur bis zu 0,1.

Mit finanzieller Unterstützung und den Ingenieuren der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (später MAN AG) gelang ihm schließlich die Entwicklung des Dieselmotors bis zur Serienreife.

Diesels Siegeszug und Fall

Mit der erfolgreichen Entwicklung und den Patenten erntete Diesel schließlich auch wirtschaftliche Erfolge und gründete im Jahr 1898 die Dieselmotorenfabrik Augsburg. Zahlreiche lukrative Lizenzen, die er weltweit verkaufte, sicherten zunächst seinen Wohlstand.

Während Dieselmotoren und damit ihre Lizenznehmer sich weltweit auf Siegeszug hielten, verspekulierte Rudolf Diesel mit zahlreichen Unternehmensgründungen und falschen Beratern sein Vermögen. Im Jahr 1911 musste die Dieselmotorenfabrik Augsburg aufgelöst werden. Nach mehreren Patentstreitigkeiten und Konkurrenzkämpfen im Laufe der Zeit verschlechterte sich auch noch sein gesundheitlicher Zustand.

Das Geheimnis um Rudolf Diesels Tod

Am 29. September 1913 begab Rudolf Diesel sich an Bord des Dampfes Dresden auf den Weg nach Harwich. Der Grund seiner Reise war ein Geschäftstreffen in London, zu dem er aber niemals antraf. An diesem Tag wurde er das letzte Mal lebend gesehen.

Die genauen Umstände seines Todes sind bis zum heutigen Tag ungeklärt. Einige Tagen nach seinem Verschwinden wurde die treibende Leiche eines Mannes gefunden, die jedoch nicht geborgen werden konnte. Die der Kleidung des Leichnams entnommenen Gegenstände wurden später von Eugen Diesel als die seines Vaters, Rudolf Diesel, identifiziert.

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