Ferdinand von Zeppelin

„Man muss nur wollen und dran glauben, dann wird es gelingen.“ Ferdinand von Zeppelin




Ferdinand von Zeppelin wurde am 8. Juli 1838 in Konstanz geboren. Als Luftschiffkonstrukteur machte sich Ferdinand von Zeppelin einen Namen und begeisterte die Menschheit mit seinen Starrluftschiffen, die auch nach ihm benannt wurden.


Ferdinand von Zeppelin in jungen Jahren

Ferdinand von Zeppelin wuchs als Sohn eines Hofmarschalls und Baumwollfabrikanten in wohlhabenden und vornehmen Verhältnissen auf. So genoss er einen privaten schulischen Unterricht durch Hauslehrer und bewohnte mit seiner Familie ein Schloss. Nach der Realschule und dem Polytechnikum absolvierte Ferdinand von Zeppelin zunächst die Kriegsschule Ludwigsburg und wurde 1858 Leutnant in der Württembergischen Armee. Um das Studium der Staatswissenschaft, Chemie und des Maschinenbauwesens in Tübingen beginnen zu können, ließ er sich beurlauben. Schon 1859 wurde er aber in die Ingenieurkorps einberufen und musste somit sein begonnenes Studium wieder aufgeben.

Die eingeschlagene militärische Laufbahn und nicht das Studium ließ Ferdinand von Zeppelin mit dem in Berührung kommen, mit dessen Weiterentwicklung und Konstruktion er sich später beschäftigte und für was sein Name heute am meisten in Verbindung gebracht wird.

Zum ersten mal beobachtete Ferdinand von Zeppelin Ballonfahrten bei einem militärischen Einsatz und unternahm im selben Jahr, mit 24 Jahren selbst seine erste Ballonfahrt. Diese Erfahrung wurde ausschlaggebend für seinen späteren Wege und prägte seine Mühen und Erfolge. So verfasste er an den König eine Schrift über die „Notwendigkeit der Luftballone“, in der er sich aussprach, statt Ballonen, lenkbare Luftschiffe für militärische Einsätze zu verwenden. Die Unlenkbarkeit von Ballonen und ihre Abhängigkeit von Windrichtungen, machte solche Einsätze zu einem kritischen und vor allem gefährlichen Unterfangen.

Zeppelins beschwerlicher Weg

Nach dem Ende seiner militärische Laufbahn, die ihm mehrere Beförderungen und Auszeichnungen einbrachte, beschäftigte sich Ferdinand von Zeppelin schließlich mit dem Entwurf eines starren Luftschiffes. Doch eine vom Kaiser einberufene Sachverständigenkommission, die sich vorwiegend aus Professoren zusammensetzte, sprach sich nach einigen Beratungen gegen Zeppelins Projekt aus und schlug dem Kriegsministerium vor die Förderung des Projekts abzulehnen. Ein großer Rückschlag für Zeppelin, doch er gab nicht auf und hielt an seinen Plänen fest.

Ferdinand von Zeppelins Weg zu seinen ersten Erfolgen als Konstrukteur war lang und beschwerlich. In der Öffentlichkeit wurde er für seine Pläne und Vorhaben belächelt und verspottet. Lange Zeit gelang es ihm nicht Sponsoren und Fürsprecher für sein Projekt zum Bau eines Luftschiffs zu finden.

Im Jahr 1896 wurde er Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der Zeppelins Projekt unterstützte und förderte. Mit Unterstützung des VDI, der eine Kommission einberief und einen Aufruf zur finanziellen Unterstützung des Projekts startete, gelang es Ferdinand von Zeppelin eine „Aktiengesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt“ zu gründen. Zeppelin erwarb das Patent für einen „Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern“ und begann mit dem Bau des ersten Luftschiffs.

Ferdinand Zeppelin - Die ersten Erfolge

Ferdinand von Zeppelin war nicht der Erfinder des ersten flugfähigen Starrluftschiffs, sondern David Schwarz, der aber die erste Luftschifffahrt in seinem Leben nicht mehr erlebte. Das Patent für dieses Luftschiff, kaufte Ferdinand von Zeppelin nach dem Tod von David Schwarz von seiner Witwe ab.

Im Jahr 1900 führte Ferdinand von Zeppelin zum ersten Mal das Aufsteigen des Luftschiffs durch. Zeppelins Ergebnisse lösten bei den Menschen Begeisterung aus und diese Zustimmung ermöglichte es ihm am Luftschiff weiterzuarbeiten und es stetig zu verbessern.

Auch der Bau des zweiten Zeppelins wurde unter anderem durch Spenden finanziert. Erst im Jahr 1908 konnte die Entwicklung und der Bau der Luftschiffe finanziell gesichert werden. Ermöglicht wurde diese Finanzierung durch einen Spendenaufruf, nach dem Verunglücken des Luftschiffs LZ 4 am 05. August 1908 in Echterdingen. Während einer geplanten 24-Stunden-Fahrt erlitt das Luftschiff einen Motorschaden und musste notlanden. Zu dieser Notlandung versammelten sich tausende Neugierige und wurden zu Augenzeugen, als sich das Luftschiff während eines aufkommenden Sturms losriss, mit einigen Bäumen kollidierte und explodierte.

Die entgegengebrachte Sympathie und Hilfsbereitschaft der Menschen brachte bei einem Spendenaufruf in der Nation etwa sechs Millionen Mark ein und ermöglichte somit die Gründung derLuftschiffbau Zeppelin GmbH und der Zeppelin-Stiftung. Bis ca. 1940 wurden Zeppeline sowohl für militärische Zwecke als auch als ziviles Transportmittel eingesetzt.

Ferdinand von Zeppelin starb im Alter von 78 Jahren am 8. März des Jahres 1917, noch vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Etwa 20 Jahre nach seinem Tod brach das Ende der Starrluftschiffe ein. Ausgelöst wurde dieses Ende durch die Hindenburg Katastrophe, die als das erste tödliche Unglück in der zivilen Luftfahrt mit Starrluftschiffen gilt.

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